Il Barbiere di Siviglia

 

Komische Oper in zwei Akten
Libretto von Cesare Sterbini nach der Komödie Le Barbier de Séville von Beaumarchais
Uraufführung am Teatro Argentina in Rom am 20. Februar 1816

Figaro

Georges Petean

Rosina

Lana Kos

Il conte Almaviva

Yijie Shi

Bartolo

Miguel Sola

Basilio

Ruben Amoretti

Berta

Carine Séchaye

Ambrogio

Yaël Rion

Chor der Opéra de Lausanne

Freiburger Kammerorchester

Musikalische Leitung

Nir Kabaretti

Inszenierung

Marco Carniti

Bühnenbild

Emmanuelle Favre

Kostüme

Amélie Reymond

Licht

Henri Merzeau

Regieassistent

Jean-Philippe Guilois

Chorleiter

Pascal Mayer

Musikalische Einstudierung

Jean-Philippe Clerc

Das Werk

Il Barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla) ist Rossinis bekannteste Oper. Das Libretto schrieb Cesare Sterbini. Bei der Uraufführung der Oper im Teatro Argentina in Rom 1816 war Rossini gerade 24 Jahre alt. Vielen gilt diese Oper als das Meisterwerk der italienischen Opera buffa. Die Geschichte basiert auf der 1775 am Théâtre-Français uraufgeführten Komödie Le Barbier de Séville von Beaumarchais (1732-1799.

In Sevilla ist Graf Almaviva in Rosina verliebt, das Mündel des alten Bartolo, der sich selbst in den Kopf gesetzt hat, das Mädchen zu heiraten, und es eifersüchtig in seinem Haus versteckt hält. Der Barbier Figaro will dem Grafen helfen, Rosina zu entführen, und verschafft dem einmal als Soldat und dann als Musiklehrer verkleideten Almaviva Zugang zu Bartolos Haus.

Nach einer amüsanten Reihe von Missverständnissen und trotz der nutzlosen Vorsichtsmassnahmen, die Bartolo mit der Unterstützung von Musikmeister Basilio trifft, endet die Geschichte mit der Heirat der beiden jungen Leute. 

Die erste Vorstellung in Rom war eines der grandiosesten Fiaskos der Operngeschichte. Während der Aufführung herrschte ein unglaubliches Durcheinander, da ein Rivale Rossinis eine Intrige angezettelt hatte. Zudem kam es an dieser denkwürdigen Premiere zu zahlreichen Zwischenfällen. Schon am nächsten Tag wurde die Oper jedoch zu einem Triumph und dieser Erfolg hat bis heute angehalten. 

Gioacchino Rossini (1792-1868)

Der Komponist

Gioacchino Rossini ist am 29. Februar 1792 in Pesaro geboren, und am 13. November 1868 in Passy (bei Paris) gestorben.

Rossini begann seine Laufbahn als Komponist sehr früh. Nach der Erstausbildung durch seinen Vater, der ebenfalls Musiker war, setzte er seine Studien am Liceo Musicale in Bologna fort. Mit 18 Jahren komponierte er sein erstes Auftragswerk, eine Oper. Rossini arbeitete unglaublich schnell: In 19 Jahren komponierte er 39 Opern, Werke der Opera buffa wie auch ernste Musikdramen, darunter Tancredi, L’Italiana in Algeri, Il Barbiere di Siviglia, Otello, La Cenerentola, Semiramide, Mosè in Egitto und Le Comte Ory. In Italien wurde er sehr rasch berühmt und übersiedelte 1824 nach Paris. Nachdem er 1829 er mit Guillaume Tell sein letztes Werk für die Bühne komponiert hatte, zog er sich aus dem Musikbetrieb zurück und komponierte nur noch zum Vergnügen, kurze Charakterstücke, die Péchés de vieillesse, und religiöse Werke: das Stabat Mater und die Petite Messe sollennelle.

Rossini wird als Mann der tausend Facetten beschrieben: hypochondrisch, cholerisch, depressiv und faul (musikalisch jedoch unvergleichlich produktiv), aber auch fröhlich, genussfreudig, mit viel Sinn für Humor, ein grosser Liebhaber der gehobenen Küche und hervorragender Weine. Das berühmte Tournedos Rossini hat übrigens Casimir Moisson, Koch im Restaurant La Maison Dorée, zu seinen Ehren kreiert. 

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